Brot, hausgebacken, natürlich, echt!

Unser täglich Brot gib uns heute, so steht es schon im Bestseller aller Zeiten geschrieben. Aber es gibt wohl kaum ein industrielles Produkt, das heute so sehr in der Kritik steht wie Brot! Zu viele nicht deklarierte Zusatzstoffe, minderwertige Rohstoffe, zu kurze Gärzeit, zu wenig Transparenz. Das Vertrauen des Konsumenten ist gesunken und die Nachfrage nach handwerklich perfektem und gesundem Broten entsprechend gestiegen. Kleine, individuelle Backstuben stehen hoch im Kurs.

Und der nächste, konsequente Schritt, nebst gekauftem Brot vom heimischen Bäcker wäre, es einfach selber zu backen. Zugegeben, ein paar Versuche braucht es schon, bis sich der gewünschte Erfolg einstellt. Aber es lohnt sich allemal. Keine verstecken Inhaltsstoffe, lange Gärzeit und ein individueller Geschmack. Das Gefühl, sein erstes, selbst gemachtes Brot verkosten zu können, ist unbeschreiblich. Gerne stelle ich euch in meinem heutigen Beitrag, übrigens rein vegan, mein Dinkelbrot Rezept zur Verfügung und wünsche euch gutes Gelingen!

Hausgebackenes Dinkelbrot

  • 400g helles Dinkelmehl
  • 100g Semmelbrösel (kann auch aus älterem Brot hergestellt werden)
  • 300ml lauwarmes Wasser
  • 10g Zucker
  • 1Tl Salz
  • 3Tl natürliches Backmalz
  • 1 Päckchen Bäckerhefe
  • Koriander
  • Fenchel
  • Kümmel

1.Aus Koriander, Fenchelsamen und Kümmel nach eigenem Gusto ein Brotgewürz zusammenstellen und jeweils vor Gebrauch in einem Mörser frisch grob zerstossen. Danach Hefe mit 10g Zucker in lauwarmem Wasser wirken lassen, bis die Hefe zu schäumen beginnt. Mehl, Salz, Backmalz und Gewürze in der Rührschüssel gut mit einander vermengen. Die aufgelöste Hefe zugeben. Mit dem Knethaken den Teig in der Rührmaschine zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten.

Ofenfrisches Dinkelbrot

2.Den Teig abgedeckt für mindestens 2 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen. Nach dem Gären den Teig kräftig durchkneten. In einen bemehlten Gärkorb geben und nochmals gehen lassen. Im Gärkorb erhält der Teig seine charakteristische Form. Backofen zwischenzeitlich auf 230 Grad vorheizen.

3.Den Brotteig aus dem Gärkorb auf ein mit Backpapier oder Fleximatte ausgelegtes Backblech stürzen. Im Backofen zunächst für 15 Minuten auf 230 Grad backen, danach die Hitze auf 200 Grad reduzieren und für circa eine Stunde fertig backen. Nach dem Backen das Brot mit einem Pinsel mit etwas Wasser bestreichen und abkühlen lassen.

Jause, Brotzeit, einfach lecker mit hausgemachtem Brot!

Brötchen, Semmel, Weckerl: Hauptsache hausgemacht!

Mit dem Mehl für meine Semmel ist es wie mit dem Wein, für eine gute Sauce. Wenn ich Dreck reinwerfe, kommt halt auch nur Dreck raus. Gutes Mehl, in Bio Qualität, kostet zwischen 2.- und 3.- Euro/Kg. Der Preis ist sicher nicht ausschlaggebend, wohl aber die Reinheit solcher Mehle. Und im Gegensatz zur Industrieware, weiß ich ganz genau, was in meinen Brötchen, Semmel oder Weckerl drin ist.

Jahrelang hatte ich wirklich einen Heidenrespekt vor jeglicher Backware. Ob Brot oder Semmel, es war mir immer völlig unbegreiflich wie man dies in solch einer hervorragenden Qualität herstellen kann. Heute verrate ich euch gerne 2 wichtige Zutaten, damit auch euch diese Backwaren recht gut gelingen. Zum einen verwende ich nicht mehr die normale Hefe, sondern sogenannte Bäckerhefe. Die geht wesentlich besser auf. Bei einer Gärzeit von mindestens 2 Stunden ist dies sehr wichtig. Zum zweiten verwende ich sogenanntes Backmalz. Dieser natürliche Zusatz sorgt für eine besonders krosse Kruste. Aber achtet beim Kauf bitte darauf, das eurer Backmalz wirklich frei von Zusatzstoffen ist.

Semmelrohlinge…

Hausgebackene Brötchen

Zutaten für circa 12 Semmel à 60g

  • 400g helles Bio Dinkelmehl
  • 100g Semmelbrösel
  • 300ml lauwarmes Wasser
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 10g Zucker
  • 1Tl Salz
  • 2Tl reines Backmalz, ohne Zusätze

1.Trockenhefe in 300ml lauwarmes und 10g Zucker für circa 15 Minuten gehen lassen, bis die Hefe blasen schlägt. Gesiebtes Mehl, Backmalz, Semmelbrösel und Salz mit einander im Rührkessel vermischen. Aufgelöste Hefe mit dem Wasser zugeben und in der Rührmaschine mit dem Knethaken langsam verkneten, bis ein homogener Teig entsteht. Teig mit einem Küchentuch abgedeckt an einem warmen Platz für mindestens 2 Stunden gehen lassen.

Serviervorschlag: Zur Currywurst mit hausgemachter Curyysauce, ein Traum!

2.Backofen auf 230 Grad vorheizen. Eine Schüssel mit Wasser auf den Boden des Backofens stellen. Aus dem aufgegangenen Teig circa 12 gleichmässige Semmel formen. Semmelrohlinge auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech in ausreichend Abstand setzen. Mit einer Teigware von oben zweimal im 45 Grad Winkel einstechen. Die Rohlinge nochmals für circa 10 Minuten gehen lassen. Im Backofen bei 230 Grad zunächst für 10 Minuten backen. Hitze auf 200 Grad reduzieren und für weitere 25 Minuten fertig backen, abkühlen lassen.

Ofenfrische Semmel, aussen knusprig, innen weich und luftig…

Ofenfrische Baguette

Nach eine der zahlreichen Geschichten, die sich um die Entstehung der Baguette ranken, soll der Wiener August Zang, der um 1839 in Paris die „Wiener Bäckerei“ gründete, die Baguette ab 1840 als „Wiener Brot“ verkauft haben. Aus dem Kipferl soll er auch das Croissant entwickelt haben. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts eroberte die Baguette den Pariser Markt und von dort breitete sie sich in allen Städten Frankreichs aus. Seit 1994 wird jährlich der beste Baguette-Bäcker im „Concours de la meilleure baguette de Paris“ ermittelt, der zur Belohnung den Élysée-Palast beliefern darf.

Ob man mit meinem Rezept bei diesem Wettbewerb der Besten antreten sollte möchte ich doch in Frage stellen. Aber über eines bin ich mir bei der Produktion meiner Baguette absolut sicher geworden: eine gute Baguette braucht Zeit, viel Zeit. Selbst die schnelle Version braucht mindestens 3 Stunden. Aber genau das ist es, ja was den Unterschied zur industriell produzierten Backware ausmacht: Zeit!

Nicht die Getreideart ist entscheidend für die Bekömmlichkeit, sondern die Verarbeitungsweise des daraus hergestellten Teiges!

Genauer gesagt ist die Ruhezeit des Teiges von entscheidender Bedeutung. Die Menge an „schädlichen“ Zuckern ist zuerst ansteigend. Die höchsten Gehalte weisen alle Teige nach einer Stunde Teigruhezeit auf. Bedingt durch den Abbau von Stärke und anderer höhermolekularer Zucker durch hefe- und getreideeigene Enzyme steigt der Wert bei allen Getreidesorten zuerst an. Bei längerer Stehzeit werden diese dann mehr und mehr abgebaut. Brot wird durch den Faktor „Zeit“ leichter verdaulich und bekömmlicher. Viele Großbäckereien backen ihre Produkte nach einer Lagerdauer der Teige (Teiglinge) von einer Stunde. Zu einem Zeitpunkt also, an dem sich die größte Menge an schwerverdaulichen Zuckern im Teig befindet.

Ofenfrische Baguette

Baguetteschale

Zutaten für 2 Baguette

  • 300g Weizenmehl
  • 100g feine Semmelbrösel aus altem, getrocknetem Brot
  • 1Tl Meersalz
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 270ml lauwarmes Wasser

1.Neben diesen Zutaten empfehle ich eine sogenannte „Fleximatte“ aus Silikon und eine hitzebeständige Baguetteschale. Beides macht den Umgang mit dem Teigling wesentlich feiner und einfacher. Für den Teig alle Zutaten entweder von Hand oder mit der Küchenmaschine gut verkneten. Beim Umgang mit der Küchenmaschine die niedrigste Stufe verwenden. Der Teig wird wesentlich luftiger und verklebt nicht so sehr.

Teigling

2.Nach dem verkneten den Teigling an einem warmen Ort mit einem Tuch abgedeckt in einer Schüssel für mindestens 2 Stunden ruhen und gehen lassen. Den Teigling nach dem gehen auf einer reichlich mit Mehl ausgestreuten Arbeitsfläche in 2 gleich große Teile mit einer Teigkarte zerschneiden. Aus jedem Teil einen länglichen Strang formen und auf die mit der Fleximatte ausgelegte Baguetteschale geben. Mit der Teigkarte die Teiglinge mehrfach einschneiden.

3.Backofen nun auf 230 Grad aufheizen und den Teig während der Aufheizphase nochmalig gehen lassen. Eine mit Wasser befüllte Schüssel auf den Boden des Backofens stellen und die Baguette für circa 25 bis 30 Minuten kross ausbacken.

Ofenfrische Baguette

Lust auf Backen: Zum Wochenende gibt es Marmorgugelhupf!

Gugelhupf ist keine Bezeichnung für einen bestimmten Teig, sondern einzig nur die Bestimmung der charakteristischen Form des Kuchens. Diese Form lässt bis in die Römerzeit zurück verfolgen, wie Ausgrabungen in Carnuntum, einer römischen Siedlung in der Nähe von Wien zeigen. Nachweisliche Rezepte für Gugelhupf und Napfkuchen existieren seit dem 17.Jahrhundert. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Süddeutschland über Österreich bis in die Schweiz.

In der Biedermeierzeit wurde der Gugelhupf recht populär und galt als Statussymbol. Vielleicht ist er ja gerade deswegen bis zum heutigen Tage ein recht beliebter Sonntagsmorgen-Kuchen. Je nach Region, festlichem Anlass und wirtschaftlichem Vermögen wurde der Gugelhupf aus Hefe-, Rühr- oder Biskuitteig entweder recht einfach oder mit aufwendigen Zutaten, also viel Butter, Mandeln, Zitrone oder Rosinen, bereitet und mit Schokolade überzogen oder auch mit Staubzucker bestäubt.“ Ich wünsche euch nun recht viel Freude und gutes Gelingen beim Backen mit meinem Gugelhupf Rezept.

Marmorgugelhupf

Zutaten für einen Gugelhupf mit circa 10 Stück:

  • 5 Eier
  • 250g weiche Butter
  • 80g Staubzucker
  • 1Tl Vanillezucker
  • Abrieb einer 1/2 Zitrone
  • Prise Salz
  • 150g Feinkristallzucker
  • 250g Mehl
  • 1El Kakao
  • 2Tl Öl
  • Butter und geriebene Haselnüsse für die Form
  • Staubzucker zum Bestreuen

1.Zunächst die Eier trennen. Die weiche Butter mit Staub- und Vanillezucker, Zitronenabrieb und Salz in der Küchenmaschine cremig rühren. Dann die Eidotter nach und nach zugeben. Eiklar mit Feinkristallzucker ebenfalls in der Küchenmaschine zu steifem Schnee schlagen. Die Hälfte vom Eischnee mit dem Butterabtrieb gut verrühren. Danach Mehl und restlichen Schnee behutsam unterheben. Backofen auf 170 Grad vorheizen.

2.Den Kakao mit Öl gut verrühren. Ein Drittel der Teigmasse in eine zweite Schüssel geben und das Kakao-Ölgemisch Einrühren. Dadurch färbt sich der Teig dunkel. Die helle und die dunkle Teigmasse abwechselnd in eine bebutterte und mit Haselnüssen ausgestreute Gugelhupfform füllen. Die Masse bis zum Rand Hochstreichen. Den Marmorgugelhupf für circa 1 Stunde backen. Gugelhupf aus der Form stürzen und mit Staubzucker bestreuen.

Immer wieder ein Genuss: Selbstgemachter Marmorgugelhupf

Hausgemachter Strudel, die Zweite: Topfenstrudel!

Er gilt in Österreich als eine der beliebtesten Mehlspeisen, der Strudel. Und der wohl bekannteste neben dem Apfelstrudel ist zweifelsohne der Topfenstrudel. Letzter erfreut sich nicht immer ungeteilter Beliebtheit, sind die doch sonst obligatorischen Rosinen  nicht jedermanns Geschmack. Um dem Vorzubeugen findet ihr in meinem Topfenstrudel Rezept auch keine Rosinen in der Warenanforderung. Ähnlich dem Apfelstrudel ist auch dieses Strudelteiggebäck auf dem Gebiet der österreichisch-ungarischen Monarchie entstanden.

Sicherlich bleibt es jedem selbst überlassen, ob nun mit oder ohne Rosinen. Wer jedoch welche verwenden möchte, diese bitte vorher in warnem Leuterzucker mit etwas Zitrone oder Rum aromatisiert ziehen lassen. Hierdurch werden die Rosinen wesentlich weicher und angenehmer im Biss. Ich wünsche euch nun viel Freude und erlebnisreiches Backen mit meinem „Túrós rétes“, wie er auf original ungarisch heisst.

Hausgemachter Topfenstrudel

Zutaten für einen Topfenstrudel

  • 150g weiche Butter
  • 60g Staubzucker
  • 6 Eigelb
  • 6 Eiweiß
  • 100g Zucker
  • 600g Topfen
  • 30g Knödelbrot
  • 250g Sauerrahm
  • Abrieb einer unbehandelten Zitrone

Das Strudelteig Rezept findet ihr hier: Strudelteig Rezept

1.Weiche Butter und Eigelb mit dem Staubzucker schaumig rühren. Die 6 Eiweiß zu Eischnee schlagen und nach und nach den Zucker dazugeben, bis der Schnee eine feste Konsistenz hat. Topfen, Sauerrahm und Knödelbrot zur Butter-Eimasse dazugeben, Zitronenschale in die Masse reiben, den Eischnee vorsichtig zunächst zu einem Drittel unter die Masse heben, danach den restlichen Eischnee dazugeben. Zügig arbeiten, da sich der Eischnee wieder verflüssigen kann.

2.Backofen auf 200 Grad vorheizen. Drei Strudelteigblätter wie im Link beschrieben leicht überlappend auf einem großen Tuch auslegen und die Blätter mit flüssiger Butter bestreichen. Durch die Butter wird der Strudelteig beim Backen knusprig. Die Topfenmasse in einem gleichmäßigen Strang auf ein Viertel des Blattes verteilen, links und rechts jeweils 6-7 cm frei lassen. Mit dem Strudelteig die Topfenmasse einklappen, links und rechts den überschüssigen Strudelteig ebenfalls einklappen. Dann mit Hilfe des Tuches den Strudel fest einrollen und von aussen wieder mit flüssiger Butter bestreichen. Den fertigen Strudel auf ein Backblech mit Backpapier vom Tuch gleiten lassen. Bei 200 Grad ca. eine Stunde goldbraun und knusprig backen.

Da kann keiner Widerstehen: frischer Topfenstrudel, Vanille Eis und Schlagobers! Michael Stricker

Mascarpone Cheesecake mit Feige und Orange

Wenn die Tage kürzer werden, die alljährlichen Weihnachtsmärkte ihre Tore öffnen, die Luft erfüllt von aromatisch wohltuendem Geruch nach Glühwein, Lebkuchen und gebrannten Mandeln, dann macht es auch mir wieder richtig Lust auf’s backen zuhause. Und heute gab es Mascarpone Cheesecake mit Feige und Orange.

Ein Rezept, das ich schon seit längerem mal ausprobieren wollte: und dieser Kuchen schmeckt so gut, das ich ihn gleich in meinen Menüs kredenzt habe… Der Boden hierfür ist absolut einfach und im modernen Stil, schlicht und ergreifend ein aus den Krümeln von Butterkeksen:

  • 200g Butterkekse
  • 80g Wal- oder Haselnüsse, gerieben oder fein gehackt
  • 60g Butter zerlassen

Die Butterkekse im Mixer zerkleinern, in eine Schüssel füllen, Nüsse und die flüssige dazugeben, die  Masse vermischen und in den Boden einer runden Springform geben, fest andrücken und für mindestens 20 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Mascarpone Cheese Cake
Krümelboden

  • 250g getrocknete Soft-Feigen, in feine Streifen geschnitten
  • 250ml frisch gepressten Orangensaft
  • 1 Zimtstange
  • 3 Gewürznelken

Die Feigen mit dem Orangensaft, Zimt und Gewürznelke in einem Topf bei mittlerer Temperatur erhitzen und 20 Minuten köcheln lassen, bis ein Großteil der Flüssigkeit verdampft ist, die Mischung aber noch feucht ist. Zimtstange und Nelken entfernen, die Feigen auf dem Krümelboden gleichmäßig verteilen. Zurück in den Kühlschrank stellen und die Füllung vorbereiten:

Mascarpone Cheese Cake
Eischnee vorsichtig unterheben

  • 500g  Topfen
  • 500g  Mascarpone
  • 250g  Zucker
  • 1El     abgeriebene Schale einer Bio-Orange
  • 4 große Eier, getrennt
  • 1 Vanilleschote, Mark ausgekratzt

Topfen in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben, bei mittlerer Stufe 1 Minute glatt rühren, dann Mascarpone; Zucker, Orangenabrieb, Eigelb und Vanillemark hinzufügen, weiterrühren, bis die Masse glatt und cremig ist. Die 4 Eiweiß steif schlagen, vorsichtig  unter die Masse nach und nach unterheben. Die Füllung auf den Feigen-Krümelboden gießen. Die Springform auf Backblech stellen, den Kuchen 75 – 80 Minuten im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad backen. Der Kuchen lässt sich gut 2 Tage im Voraus herstellen und im Kühlschrank aufbewahren.

Rezept: Ein Klassiker aus Österreich!

20171220_193847060_iOSIch frage lieber nicht, in wie vielen Küchen diese klassisch österreichische Mehlspeise mittlerweile als Fertigprodukt auf den Teller kommt… bei mir ist es wie eh und je hausgemacht, das bin ich mir selber und Österreich schuldig! Und weil mir dies nun mal so wichtig ist, veröffentliche ich an dieser Stelle auch sehr gerne das dazugehörige Rezept. Der Mohr im Hemd ist ein eigentlich ein klassisch Wiener „Koch“, bezeichnet nach Anna Finks 1894 erschienenem Kochbuch.

 

 

Mohr im Hemd (für ca. 6 Personen):

  • 50g       Schokolade
  • 50g       weiche Butter
  • 1Tl        Vanillezucker
  • 3            Eier
  • 50g        Haselnüsse, gerieben
  • 50g        Kristallzucker
  • 1El         Semmelbrösel
  • Prise Salz
  • Butter und Kristallzucker für die Formen

Schokolade über Dampf im Wasserbad schmelzen (max. 40 Grad). Weiche Butter mit Vanillezucker und Salz schaumig rühren. Die Eier trennen, Eigelb nach und nach unter de Butterabtrieb rühren, flüssige Schokolade unterziehen. Eiklar mit Kristallzucker zu schmierigem Schnee schlagen. Schnee, geriebene Haselnüsse und Semmelbrösel mit einem Schneebesen in die Schokoladenmasse rühren.

Masse etwa 3/4 hoch in gebutterte und mit Kristallzucker ausgestreute kleine Formen füllen (Timbale/Dariol oder einer Kaffeetasse). In einer entsprechend großen und hitzebeständigen Wanne etwa 1cm hoch heißes Wasser einfüllen, und die Formen hineinstellen. Im vorgeheiztem Backofen bei 200 Grad etwa 40 Minuten backen. Mit geschlagenem Schlagobers und reichlich Schokoladensauce servieren.

Schokoladensauce:

  • 250ml     Schlagobers
  • 80g          Milchkuvertüre
  • 120g        dunkle Kuvertüre

20171220_193852030_iOSSchlagobers aufkochen, beide Kuvertüren grob hacken, einrühren und schmelzen lassen, Schokoladensauce mit dem Stabmixer kurz aufmixen und warm stellen.

 

September 2017

September 2017, ein kleiner Blick zurück… Es war ein schöner Monat, mit noch langen wärmenden Spätsommertagen, und dem ersten Schnee im Ausserfern, noch weit oben aber die Vorboten des Winters schon da… Ich hoffe ihr genießt die Bilder genauso wie ich die Zeit genossen habe in all diesen Momenten, ob bei Erzeugern, in der Natur, oder selber abends am heimischen Herd mit tollen Produkten aus der Region.

%d Bloggern gefällt das: