Pfifferling & Zirbe, Wellness für den Gaumen

Wald trifft auf Wald: der echte Pfifferling, noch dazu die ersten heimischen Exemplare, trifft auf die „Königin der Alpen“, die Zirbe. Kein selbstverständliches Paar in unserer heutigen Zeit mehr, hat doch der regionale Bestand des einen in den letzten Jahren stark abgenommen, während der andere Part einen rasanten Zuwachs erlebt und sich steigender Beliebtheit erfreut. Letzterer allerdings mehr in Form von Lüftern, Handyhaltern, Betten oder Gesundheitskissen.

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Frische heimische Pfifferlinge und Zirben Balsam Essig

Und doch hält das Aroma der Zirbe auch immer mehr Einzug in die heimischen Küchen. Zu verführerisch erscheinen die vielfältigen Möglichkeiten der Kombination mit unseren regionalen Produkten. Denn wenn solch harmonische Düfte aufeinander treffen, weich, mild, rund, warm vibrierend, wie trockene Nadeln in der Herbstsonne, dann verspricht allein schon dieses Aroma einen wahrhaftigen „Wellness-Genuss“.

Pfifferlinge
Pfifferlingjause mit frischem Kren und resch ausgebackenem Brot

Gutes Essen berührt die Seele! Und gutes Essen muss nicht immer kompliziert sein, nur vielleicht ein klein wenig logisch. Und zur Logik gehört in der Küche für uns Köche auch zwangsläufig die Haltbarkeit und deren Verlängerung von leicht verderblichen Lebensmittel. Im vorliegenden Rezept durch Fermentieren. Eigentlich ganz simpel, und leider viel zu gut! Denn liegen die Eierschwammerl, wie wir Pfifferlinge hier in Österreich nennen, erst einmal in Ihrer Marinade, dann schmecken sie so gut, das sie auch gleich wieder verspeist sind… Im vorliegenden Rezept habe ich versucht, den Eigengeschmack des Zirben Balsam Essig nicht unnötig zu verfälschen wie etwa durch Zugabe von Rosmarin oder Thymian beim anbraten der Pilze. Ebenso habe ich ein weiches, rundes Mandelöl bei der Marinade verwendet.

Marinierte Pfifferlinge

Zutaten für 4 Personen:

  • 500g Pfifferlinge, geputzt
  • 3 Knoblauchzehen, halbiert
  • 1 Zwiebel
  • Meersalz und Pfeffer aus der Mühle
  • Öl zum anbraten

Für die Marinade:

1.Die Zwiebel schälen, halbieren und in feine Streifen schneiden. Die Knoblauchzehen ebenfalls schälen und halbieren. Öl in einer Pfanne stark erhitzen, die geputzten Pfifferlinge mit den Zwiebeln und den halbierten Knoblauchzehen zusammen in die Pfanne geben und anbraten. Das Anbraten sollte bei größerer Hitze recht zügig gehen, circa zwei Minuten, da sonst die Pilze Wasser ziehen. Erst jetzt mit Meersalz und Pfeffer aus der Mühle würzen.

2.Die angebratenen Pfifferlinge mit Zwiebel und Knoblauch noch warm in die Essig-Öl-Mischung geben und im Kühlschrank in einem luftdichten Gefäß aufbewahren. Die Marinade zieht nun in Knoblauch, Zwiebeln und Pilze ein, gart sie durch den Essig weiter und macht sie haltbar.

3.Je länger sie in der Marinade liegen, desto besser schmecken sie. Als Pfifferlingsalat, mit Schnittlauch und Radieschen verfeinert, dazu geräucherter Speck und frisch gerissener Kren (Meerrettich) ein einmaliger Gaumenschmaus. Das nenne ich einen echten „Wohlfühl-Wellness-Genuss“!

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Herrlich erfrischende Schwammerlsalat…

 

 

Der Handwerker

Christian VauGutes funktioniert, ohne Werbung, ohne falsche Versprechung, es funktioniert einfach, weil es ehrlich ist, authentisch, weil es ohne Firlefanz daherkommt, weil es handgemacht ist. Und genau so ein Handwerker ist Christian Vau. 9AF10CF9-8B93-45FA-AA29-08CDE05CD9D7Seine Produkte sind das, was heutzutage viele Konsumenten gar nicht mehr kennen, weil sie nur noch Industrieware gewohnt sind. Produziert von Herstellern, die uns Endverbrauchern mit wohl klingenden pseudo-italienischen Produktnamen suggerieren, das wir uns nur durch den Kauf eben dieser Erzeugnisse echte mediterrane Gaumenfreuden in unser trautes Heim holen. 7CB6EB57-4FBF-4248-B94E-51C6C2D22B8EUnd er, dieser Handwerker, was macht er? Er nennt sich VAULAND 207, Und so heißt auch seine hausgemachte Pasta. Bio-Hartweizengrieß, Bio-Dinkelgrieß und Wasser, fertig. 100% ehrlich! Spaghetti, Curvi rigate, Tagliatelle in verschiedenen Größen, Campanelle, Fusililli oder Casarecce, alles aus Liebe zum Geschmack. Vauland, das ist sein Nachnahme, 207 seine Hausnummer und zu guter letzt das Land. 579AD811-509F-450A-842C-9247193B56EFDas Land auf dem er lebt, im Bregenzer Wald, unweit von Egg in unmittelbarer Nähe zum deutschen Allgäu, in Vorarlberg. Ein Paradies für jeden, der den Drang verspürt, dem hektischen Treiben der Großstadt vollends zu entfliehen. Und das in einem Land, welches schon seit jeher größten Wert auf seine Ernährung legte. 10ADDF43-6589-4C15-8CD4-5F4277EE6DBBAuf Produkte direkt aus der Region. Käse, Wild, Mostbröckle, Hofaloab und Sig, um nur ein paar zu nennen. Letzteres auch bekannt unter dem Namen „Wälderschokolade“. 0702F79C-1A8A-496A-8EDF-89299434E94AUnd hier stellt er seine Pasta her. Eine Pasta, die zwischenzeitlich bei Kennern einen solch hohen Stellenwert eingenommen hat, das ein großer Vorarlberger Einzelhändler für Lebensmittel seine Pasta gerne vermarkten würde. Aber Christian sagt nein! Er will das bleiben, was er ist: etwas besonderes.

 

 

Er ist sich bewusst, das seine Besonderheit durch die Massenvermarktung seiner Pasta zu etwas alltäglichem degradiert werden würde. Wer seine Produkte verwenden will, der muss sich um die Bezugsquelle selbst kümmern. C2A50769-0B0E-43BE-8719-006D90727DE3Und er ist dankbar. Dankbar um jeden, der das was er handwerklich herstellt, auch wirklich zu schätzen weiß. Immer wieder kreiert er neue, kulinarische Variationen, mit denen er seine Pasta verfeinert. Ob Sonnenblumenkern-Pesto, Sugo vom original Allgäuer Braunvieh mit Piment, einer g’schmackigen Gemüse-Bolognese vegan oder Räucherfisch-Sugo. Manches davon bereits produziert für den Verkauf, anderes wiederum noch in der Entstehungsphase. Und manch eine dieser Zutaten für seine Köstlichkeiten kommt direkt aus dem Garten vor dem Haus. 94BA2C81-3A42-45AF-83F6-EAFCAA4A35FEUnd was sind die Pläne für die Zukunft: eine größere Produktionsküche, Koch-Workshops, Erweiterung der Produktpalette und von vielen, neuen Freunde des guten Geschmacks gefunden werden….Genießen kann man Christians Pasta bei mir im Hotel Arlberghaus in Zürs am Arlberg oder direkt bei Christian Vau:

Hier geht’s zu Vauland

 

 

Gebrannte Mandeln: Oh du schöne Weihnachtszeit…

20171130_205906860_iOSMorgen geht es an den schon recht verschneiten Arlberg, die ersten Bestellung tätigen für den Start in eine neue, hoffentlich spannende und erfolgreiche Wintersaison 2018/19 im Hotel Arlberghaus in Zürs am Arlberg. Zur Einstimmung hier schon mal vorab das Rezept für gebrannte Mandeln zum nachmachen. Wer keine Mandeln möchte, mit Haselnüssen geht es genauso gut. 20171130_212128000_iOSEs braucht nicht viele Zutaten, nur eine halbe Stunde Zeit, und dann noch ein wenig abkühlen lassen, und schon hat man hausgemachte

gebrannte Mandeln:

  • 60ml    Wasser
  • 80g       Zucker
  • 1           Päckchen Vanillezucker oder frische Vanilleschote
  • 1Tl       Zimt oder Zimtstange
  • 200g    Mandeln oder Haselnüsse mit Haut

20171130_210404980_iOSDas Wasser in einer Pfanne auf mittlerer Stufe erhitzen, Zucker, Vanillezucker und Zimt unterrühren. Die Mischung zum Kochen bringen, bis sich der Zucker verflüssigt hat. Sobald das Zuckerwasser sprudelnd köchelt, die Mandeln zugeben und gleichmäßig mit der Zuckermasse vermischen. Damit die Mandeln nicht anbrennen, gleichmäßig und durchgehend rühren, bis der Zucker sich an den Nüssen absetzt. Die Hitze dann reduzieren und noch etwa eine Minute weiterrühren. 20171130_212112140_iOSDie Nüsse auf ein mit Backpapier oder Fleximatte ausgelegtes Backblech gleichmäßig zum abkühlen und trocknen verteilen.

 

 

Aus „Tirol-isst-gut.com“ wird „Regional-ist-gut.com“…

20170326_075550020_ios.jpg…und sonst ändert sich nichts. Weder die Einstellung zu den Produkten, deren Herkunft oder gar ihrer Verarbeitung. Und doch ist es im Denken eines Koches und Food Bloggers eine grundlegende Bewusstseinsveränderung, denn Regional ist immer da, wo ich gerade bin! Regional ist genau das, was ich in den Vordergrund stelle! Und das Ziel ist es jedem Leser, jedem Interessenten dieses Bewusstsein für Regionalität und Nachhaltigkeit langfristig mit auf den Weg zu geben. Nicht mit erhobenem Zeigefinger, aber doch mit Nachdruck und einem klaren Appell an Verantwortung und gesundem Hausverstand. Industrieware, und sei sie noch so „gut“, kann uns niemals mit gleicher Qualität versorgen, wie es handwerklich regional produzierte Erzeugnisse tun. Für die Industrie steht in erster Linie die Maximierung des Profits, für dem heimischen Produzenten aber die klare Abgrenzung von der Massenware hin zur Individualität. Der Profit ergibt sich hierbei durch die Qualität und der Wertschätzung des Konsumenten seiner Produkte. Wer gut ist, verdient auch mehr, so einfach ist das! Und „gut“ setzt eben auch eine klare Transparenz und Ehrlichkeit voraus. Niemand muss sich hinter einer für den Laien unverständlichen, deklarationspflichtigen Zutatenliste verstecken, es sei denn er hat etwas zu verbergen. Die Entscheidung zu welcher Ware ich greife wird uns zwar durch Großunternehmen wie Spar, Billa oder wie sie alle heißen, durch das Anbieten und Hervorheben in ihren Märkten von regionalen Erzeugnissen, etwas erleichtert, aber wir sollten dabei nicht übersehen, das eben auch diese Märkte nur in gewisser Weise auf die Bewusstseinveränderung ihrer Kunden zwangsläufig reagieren. Nein, die eigentliche Initiative muss vom Konsumenten selber ausgehen, nicht von Großkonzernen oder gar der Industrie. Damit hintergehen wir uns nur selber, und reden uns in punkto Nachhaltigkeit nur unser Gewissen schön. Wo Bio oder Regional draufsteht ist noch lange nicht Bio oder Regional drin! Dafür muss ich schon meinen Allerwertesten direkt zum Erzeuger bewegen, und mir das mal Vorort anschauen, mir mein eigenes Bild machen und  nicht ständig irgendwelche Verpackungsaufschriften studieren und mir mit Hilfe von schlagkräftigen und einprägsamen Werbeslogans ein „gutes, sauberes Gefühl“ verschaffen. Kalbstatar, gebackenes Kalbsbries, Wachtelei, MisomayonaiseIn diesem Sinne wünsche ich all mein Lesern ein gutes Gefühl und ein sauberes Gewissen bei Ihrer Suche nach nachhaltigen Lebensmitteln…

Stay tuned! Euer Michael

 

Was zur Hölle…

Bayrisches Algäu
Der Weißensee bei Füssen einen Tag vor Frühlingsanfang…

…soll das denn jetzt schon wieder?! Hatten wir nicht schon wirklich schöne, warme Tage vergangene Woche, mit Temperaturen um die 16 Grad im Ausserfern mitten in Tirol? Oder hier in Vorarlberg im Rheintal mit heimischem Bärlauch auf Grund der milden Temperaturen, der erste Spargel wurde bereits angeboten… was hab ich mich darauf gefreut nach der monatelangen kalten Jahreszeit mit bis zu eisigen -23 Grad hier am Arlberg, vom Kopf und den Grundprodukten her bereits im Frühling angekommen. 20170320_133648640_iOSUnd dann das: pünktlich zum Frühlingsanfang will es Gevatter Frost noch einmal wissen. Von Vorarlberg bis weit hinein ins bayrische Allgäu und tirolerische eine geschlossene Schneedecke mit Temperaturen weit unter 0 Grad. Und ich: was bitte soll ich jetzt denn wieder kochen? Schwarzwurzel und Kohlsprossen, Wirsing und eingelagertes Kraut?

Bayrisches Allgäu
Schneebedeckte Landschaft im bayrischen Allgaü

Na Danke! Ich will endlich im Frühling auch real ankommen, Obst und Gemüse aus der Region, vom Rheintal bis zur Reichenau frisch verarbeiten dürfen. Ich will es lesen, auf den Lieferscheinen unserer Lieferanten als eindeutigen Beweis, das diese Region wieder das Beste preisgibt was es zu bieten hat: heimische Grundprodukte… und gestern dann der erste, echte Lichtblick: frischer Spargel aus dem bayrischen, zwar noch recht kostspielig mit 17.- Euro das Kilo, aber immerhin. Nur, wenn es jetzt wieder so steil bergab geht mit den Temperaturen, wie in der laufenden Woche, dann wird das ein recht karges Osterfest. Oder man tut es wie viele meiner Kollegen und begnügt sich mit Bärlauch aus Israel, Spargel aus Peru oder Mexiko und pfeift ganz einfach auf die Regionalität. Denn billiger sind all diese Produzenten in fernen Ländern allemal.

Zürs am Arlberg
Imposante Schönheit am Morgen in Zürs am Arlberg

Umso mehr betrübt es mich, das der Gedanke echter Regionalität auch bei uns in der Gastronomie und Hotellerie noch immer nicht so recht angekommen ist… aber auf Schnee und Regen folgte bis jetzt noch immer Sonnenschein…

Weingut Allram zu Gast im Hotel Arlberghaus in Zürs am Arlberg

20170322_204327780_iOSEs ist für einen Koch, wenn auch recht erfahren, schon eine besondere Herausforderung ein Menü zu kreieren, bei dem der Winzer die Weine schon im Vorfeld ausgesucht hat. Und es hat funktioniert! Ein Abend voller Spannung und einem fulminanten Erfolg. Zu Gast war heute eines der besten Weingüter aus einer der bedeutendsten Weinregionen Österreichs, dem Kamptal, dem Weingut Allram. Lorenz Haas Allram präsentierte seine ausgezeichneten Weine mit kulinarischen Highlights unserer Küche hier im Hotel Arlberghaus in Zürs am Arlberg.

Das Menü:

Amuse

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Mostbröckle

Rettichspaghetti, Kren

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Kalbstatar mit Ingwer

Misomayonaise und gebackenem Kalbsbries

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Steinbutt mit Pasta-Risotto

und Pilzen

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Hummer Bisque

mit Zwiebelkuchen

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Zweierlei vom Bio Lamm

(Karee, Schlögel)

Artischockenboden mit Kichererbsenpüree

getrockente Tomaten und Saubohnen

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Schokoschmarrn mit Himbeeren

Passionsfrucht

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Vorarlberger Käsespezialitäten

mit verschiedenen Chutney

Die korrespondieren Weine dazu:

Grüner Veltliner

Ried Hasel 2017

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Riesling

Ried Gaisberg 1, ÖTW, 2016/2007

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Grüner Veltliner

Ried Renner 1, ÖTW 2016/2012

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St.Laurent Gaisberg Reserve 2016/2012

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Trockenbeerenauslese

Ried Lamm 2015

Dank an alle, dem Service, dem gesamten Küchenteam, Lorenz Haas Allram und Familie Eggler für den Erfolg und das Gelingen dieses tollen Abends!!!

 

Hier geht’s zum Weingut Allram. Kamptal, Austria

Alle reden von Nachhaltigkeit…

Mostbröckle
Mostbröckle aus Vorarlberg

In der Tat, eines der meist gebrauchtesten Wörter, gerade auch bei uns im Profi-Bereich ist das Wort „Nachhaltigkeit“, zumeist als Schlagwort für Werbezwecke von Lieferanten benutzt, wenn nicht sogar missbraucht! Denn um dieses Wort auch seiner eigentlichen Bedeutung nach zu gebrauchen, muss man sich erst einmal im Klaren darüber sein, das die Ressourcen auf unserem Planeten nicht unendlich sind. Und wenn man sich dann vor Augen führt, welche Konsequenzen dies für uns in naher Zukunft haben wird, dann kommt man der wahren Bedeutung dieses Wort schon sehr, sehr nahe.

Zirbensalami
Zirbensalami

Welchen Sinn macht es dann noch für uns, die wir versuchen uns Verantwortungsvoll mit diesem Thema auseinander zu setzten, sich an Bio Obst oder Bio Fleisch aus fernen Ländern zu bedienen, Meeresfische in bedenkenloser Hülle und Fülle an den Gast zu bringen, ohne Rücksicht auf Transportwege, Zerstörung der Meeresböden durch Schleppnetze, Benzin- oder Kerosinverbrauch, Ich gebe zu allein schon der Glaubwürdigkeit wegen, das auch wir, bedingt durch ein extrem internationales und anspruchsvolles Publikum sicherlich nicht zur völligen Gänze umhin kommen, auf manche Produkte vollständig zu verzichten.

Vollmilchsurakees
Vollmilchsurakees von Renate Sandrell aus dem Montafon

Diesen Luxus kann sich in heutigen Zeit der Globalisierung und den gestiegenen Ansprüchen der Gäste keiner mehr wirklich leisten. Aber ich kann durchaus regionale Produkte in den Vordergrund stellen. Und regionale Produkte heißt in dieser Konsequenz für mich nicht, das ich mir in Vorarlberg oder Tirol die besten Produkte aus der Steiermark, Niederösterreich oder dem Burgenland antransportieren lasse. Echte Regionalität und Nachhaltigkeit bedeutet für mich, das ich mit den besten Produkten direkt aus der Region, in der ich lebe oder tätig bin, arbeite und diese dem Gast präsentiere. Käsespezialitäten von der Bregenzer Wälder Käsestraße, Vollmilchsurakees direkt aus dem Montafon, Mostbröckle, Alpschwein, Rindfleisch vom Bauer Nessler, Zirbensalami, Bodensee Felchen, heimische geräucherte Forellenfilets von der Fischzucht Barbara Güffel in Meiningen, artgerecht gehaltene Hühner aus dem Bregenzer Wald, Milchprodukte in ihrer ganzen Vielfalt von Vorarlbergmilch in Feldkirch, all dies sind hervorragende Produkte aus der Region. Und all dies ist echte Nachhaltigkeit!

Hühner aus dem Bregenzer Wald
Glückliche Hühner aus dem Bregenzer Wald

Und indem wir hier mit all diesen Produkten arbeiten, unterstützen wir die heimische Wirtschaft. Vielleicht sehen die Menschen irgendwann einmal keinen Sinn mehr darin, über jedes Produkt zu jeder Zeit verfügen zu können, ganz gleich was es kostet oder wo es herkommt, und sie erkennen und begreifen, das jede Region in der sie leben, fantastische Produkte hervorbringt, die es nur zu entdecken gilt und zu genießen gilt. An diesem Bewusstsein arbeiten wir, ich mit meiner Homepage, das Hotel Arlberghaus hier in Zürs am Arlberg und viele unserer Kollegen tagtäglich, weil WIR einen SINN darin sehen! Euch allen ganz viel Freude beim Entdecken EURER Produkte aus EURER Region und einen genussreichen Tag…

Wenn alle Schranken runtergehen…..Impressionen aus Zürs am Arlberg

20180122_144727852_iOSSeit gestern Abend ist es amtlich, alle Straßen sind gesperrt wegen der höchsten Lawinenwarnstufe. hier in Vorarlberg. Nach tagelangem Dauerschnee sind heute nun die Temperaturen etwas angestiegen, und der neue, sehr nasse Schnee geht keine Verbindung mehr mit dem alten, bereits komprimiertem Schnee ein. 20180122_144724049_iOSHeute Nacht um 23.00 Uhr wird nun auch noch die Verbindung Lech-Zürs wegen drohender Lawinen gesperrt. Eine nicht neue, aber dennoch immer wieder interessante Erfahrung für mich als Küchenchef in einem Urlaubshotel. 20180122_144623024_iOSDie Herausforderung liegt nun darin, das es unseren Gästen an nichts mangelt, obwohl vorerst keine neue Ware mehr angeliefert werden kann, und das bei vollem Haus. Morgen haben wir unseren wöchentlichen Fondue-Abend hier im Haus. Und alle Produkte sind bereits vorbereitet, Material ist genügend im Haus. 20180122_144513094_iOSEs traf mich zwar etwas unvorbereitet, das die Schranken runter gingen, aber beinahe 18 Jahre Tätigkeit in Österreich, und das größtenteils in bekannten Schigebieten in entsprechender Höhe, haben mich essentielle Erfahrungen sammeln lassen. Erfahrungen, welche mir jetzt zu Gute kommen. 20180122_145126249_iOSUnd so blicke ich trotz meterhoher Schneewände und unserem geliebten, fast bis zur Gänze zugeschneiten Schneemann der Schischule Zürs, recht gelassen den nächsten Tagen entgegen. Mit Sicherheit braucht die Region auch mal wieder einen Winter wie diesen, mit ganz viel Schnee bis zum Saisonende am 15.April diesen Jahres. 20180122_144459781_iOSSchließlich leben und arbeiten wir hier auf 1717m Seehöhe  in einem der schönsten, imposantesten Urlaubsgebiete Österreichs! Der Arlberg war schon immer für seine Schneesicherheit weltweit bekannt. Und eines ist wohl ebenso ganz sicher: wir lassen uns hier oben dadurch nicht unsere Lust am Kochen vermiesen! So, stay tune, die Lust am Kochen geht mit Vollgas weiter….

Heut war ich einkaufen im Montafon…

20180102_164038232_iOSEs war schon ein gutes Gefühl, nach Jahren der Abwesenheit heute Nachmittag spontan auf einen Sprung von Zürs am Arlberg ins Montafon, mit 113 Kilometern eines der größten Schigebiete hier in Österreichs westlichstem Bundesland, zu fahren. Und das mit gutem Grund! Nach einem kurzen Telefonat mit Renate Sandrell, entschied ich mich für den Rest des Tages frei zu nehmen und Ihr einen Besuch abzustatten, in Tschagguns im Montafon um Ihren einzigartigen Vollmilch Sura Kees direkt ab Hof einzukaufen. Wir haben uns ca. 4 Jahre lang nicht mehr gesehen, umso herzlicher war die Begrüßung. 20180102_162717066_iOSIch muss gestehen, auch wenn wir wenig Zeit hatten, Renate hat heute nebst Ihrer Leidenschaft für Käse, noch in Ihrer eigentlichen Tätigkeit  im Seniorenstift in Bludenz Spätdienst, fanden wir trotzdem noch Gelegenheit für ein Gespräch in Ihrer urgemütlichen Stube bei einer guten Tasse Kaffee… Am Donnerstag werden wir hier im Hotel Arlberghaus in Zürs unsere Gäste mit einem rustikalen Bauernbüffet mit regionalen Köstlichkeiten wie Knödel, Vorarlberger Gerstensuppe, Schinken, Würste, geschmorter Schulter vom Alpschwein, Sauerkraut und Strudel verwöhnen, und kredenzen genau zu diesem Anlass auch Renates Sura Kees, wegen seines hohen Fettgehaltes auch liebevoll „Sura Kees für Einsteiger“ genannt, in zwei Versionen: 20180102_162658689_iOSzum einen als Frischkäse, ohne die für diesen Käse typische, paprizierte Salzung, und zum anderen einen jung gereiften, Produktionsdatum 26.Dezember 2017. Danke, liebe Renate, das du dir noch am 2. Weihnachtsfeiertag vergangen Jahres die Zeit genommen hast, frischen Sura Kees zu produzieren. Unsere internationalen und anspruchsvollen Gäste werden diese heimische Spezialität mit Sicherheit zu schätzen wissen!

 

Silvester 2017 im Hotel Arlberghaus in Zürs am Arlberg: das Video!

Silvester 2017 im Hotel Arlberghaus in Zürs am Arlberg.
 
So wie dieses Video, genauso viel Spaß hat der Tag auch gemacht, vom Start am Morgen bis hin zum Dessert, es war ein voller Erfolg! Einen ganz lieben Dank an alle, die mich unterstützen, fördern, und das honorieren, was wir alle in der Gastronomie und Hotellerie Tag für Tag bewältigen, weil es uns Spaß macht, für EUCH!!!
Das Menü im Ganzen:
Kleiner Gruß aus der Küche
-Gemüsetatar, Buttertoast, karamellisierter Ziegenfrischkäse
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Jakobsmuschel
auf Vanillepüree
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Sherry-Essenz
mit kleinem Zwiebelkücklein
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Knuspriges Ganlstascherl
mit getrüffelten Schwarzwurzeln
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Cassis-Sorbet
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Kalbsfilet
auf Schwammerlrisotto, grünem Spargel und Madeira-Jus
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Zweierlei von Callebaut Schokolade
 
Euch allen wünsche ich viel Freude beim anschauen…

Happy New Year 2018!!!

Kleiner GrußIch wünsche allen mit einem kleinem Gruß aus der Küche von ganzem Herzen ein gutes und erfolgreiches neues Jahr 2018!!! Ich hoffe, Ihr seid alle gut rüber gekommen und hattet genauso viel Spaß wie ich heute Abend in meiner Küche hier im Hotel Arlberghaus in Zürs am Arlberg. Gerne dürft Ihr gespannt auf die kommenden Berichte sein. Geplant ist ein Special über Gefrorene Luftschokolade„Gefrorene Luftschokolade“ in Kombination mit „Praline im Glas“, beides mit Fotos und Rezepten. Diese war an Silvester 2018 mein Dessert von der Callebaut Schokolade… Dazu ist noch ein Silvestervideo mit zahlreichen Fotos und Liveaufnahmen in Arbeit… alles in allem war es ein sehr erfolgreicher Abend mit einem wirklich tollen und spannendem Menü hier im Hotel Arlberghaus! Auch einen ganz lieben Dank an meine Mannschaft und Familie Eggler, ohne die diese Leistung nicht möglich gewesen wäre. Stay tuned…

Weihnachten 2017, Hotel Arlberghaus in Zürs am Arlberg: das Video dazu!

Von morgens bis abends, es hat einen riesen Spaß gemacht. Und noch viel mehr hat uns die Resonanz unserer Gäste auf das weihnachtliche Menü erfreut: durch die Bank ein voller Erfolg! So macht kochen Spaß!!! Ich wünsche euch allen viel Freude beim anschauen des Video…

Am Ende des Tages…

Zürs bei NachtSo, ihr Lieben, der Tag neigt sich dem Ende zu und ich werde nun noch ein wenig am Laptop arbeiten, denn sowohl Weihnachts- als auch Silvestermenü wollen endlich ins Reine geschrieben werden. Was es gibt? Hmmm…. ich werde es euch leider noch nicht verraten, gewiss ist aber, das es zwei recht spannende Menüs sind, die keine Wünsche offen lassen, von vegetarisch über asiatisch, klassisch weihnachtlich bis hin zu ein klein wenig verspielt ist alles dabei. Ich hoffe sehr, das ich meinen Gästen damit eine wirkliche Freude bereiten kann. Livias Selfie :-)Was mich aber ganz besonders freut ist, wenn meine Mitarbeiter noch während der nicht gerade wenigen Arbeit, die in meiner Küche täglich ansteht, noch das Verlangen verspüren, solche Selfies zu machen! Livia, ich danke dir, das du in meinem Team bist. Kabeljau, cremige Parmesan-Polenta, Letscho, SchnittlauchölEs macht echt Spaß mit solch begeisterten und ambitionierten Jungköchen zusammen arbeiten zu dürfen, mit denen man solch schöne gerichte wie diesen Kabeljau kredenzen darf. Morgen ist wieder ein neuer Tag und dann geht es schon mit großen Schritten in Richtung Weihnachten, also sicherlich recht arbeitsintensiv aber immer spannend!!!

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